Angekommen

Ich bin froh, dass ich einen Direktflug nach Charlotte gebucht habe. Weniger weil es bei einem Direktflug nicht so häufig zu Gepäckverlusten kommt, eher  mehr da die Migration in die Staaten dort schneller geht als bei einem riesen Flughafen wie der JFK einer ist. So war es dann auch: Raus aus den Flieger, die Gänge entlang, nur 20min anstehen bis ich dran kam. Kurz ein paar Fragen beantwortet: wo ich her komme, was ich mache, wo ich hin will, wann ich wieder abzische. Dann Stempel aufs Visum und weiter zum Gepäckband. Da musste ich fast genauso lange warten bis mein Koffer endlich auftauchte.

Dann gings noch am Zoll vorbei, wo ich den blauen Zettel den ich im Flugzeug gewissenhaft ausgefüllt hatte abgeben musste und dann durchgelassen wurde. Dann war ich endlich draußen im Arrival-Bereich. Nach kurzer Orientierung sah ich auch schon Laurie und Mimi auf mich warten.

Nach einer herzlichen Begrüßen, machten wir uns dann auf den Weg zum Auto. Als ich durch die Tür den Terminals nach draußen trat, wurde ich erstmal von der Wand aus 80% Luftfeuchtigkeit. Irgendwas fehlte aber. Laurie sagte, dass die das Daily-Parking-Parkhaus abgerissen haben und neu aufbauen wollen. Da war nämlich ein ungewohnter Ausblick auf die Straße, den ich so nicht in Erinnerung hatte… Wir wurden dann mit einem Shuttle Bus zu einem anderen Parkhaus gebracht wo das Auto stand.

Es war schon irgendwie cool, auf dem Weg vom Flughafen hoch nach Cornelius zu sein. Die Strecke bin ich ja schon oft genug gefahren. So richtig kapiert hab ich die ganze Sache noch nicht. Ich war noch etwas benebelt und der Jetlack hat sich gemeldet. Das hinderte uns natürlich nicht daran, noch bevor wir zu Hause waren, in einer Bar vorbeizuschauen. „Lucky Dog“ heißt die Bar, welche im Grunde gar keine Bar ist. Meine US-Sis Dasha hat dort angefangen zu arbeiten, als Dog-Groomer (eine Art Hundefriseur). Ja, in den USA gibt es einen Markt dafür. Das coole an der Sache ist, dass Lucky Dog eine Mischung aus Sports-Bar, Hundespielplatz, Hundehotel und Hundefriseur ist. Leute kommen also mit ihren Hunden dort hin oder verabreden sich da. Während die Hunde sich auf einer Großenfläche (indoor sowie outdoor) unter Betreuung austoben oder einen „Fell-Schnitt“ bekommen, trinken die Besitzer das eine und andere Bier an der Bar. Finde ich ne geniale Geschäftsidee. In Deutschland vielleicht in abgewandelter Form anwendbar: Lucky Kid

Nach einen leckeren Red Stripe und einem Yingling, hat uns Dasha hinter die Kulissen von Lucky Dog geführt und ihren Arbeitsplatz gezeigt. Währenddessen hat es übelst angefangen zu regnen, voll krass was das runter kam. Das war wohl der Gewitterschauer samt Sturm, dem ich den holprigen Landeanflug zu verdanken hatte. Nach einen kurzen Plausch mit Dasha, machten wir uns dann auf den Weg in die gute alte Field Street. Aber es wurde noch ein kurzer Zwischenstopp bei Mama’s Pizza gemacht, um dort das Abendessen abzuhholen. Geiler scheiß, genauso wie ich es in Erinnerung hatte. Eine der besten Pizza-Places überhaupt. GEIL! (Leider vergessen ein Foto zu machen)

Der Weg von Mama’s Pizza bis zum Hause ist nicht sehr weit. Doch ich habe nichts wieder erkannt. Damals war ja alles noch frischen Neubaugebiet mit einer handvoll Häuser (Foto, Foto, Foto). Mittlweilere ist dort ein kleines Dorf entstanden. Bestimmt an die 100 neue Häuser. Voll krass wie schnell sich das entwickelt hat.

Der Gewitterschutt draußen war mittlerweile abgeklungen, aber als wir zur Tür rein kamen, hat mich ein ähnliche Sturm in Form von 5 (in Worten: FÜNF) sich wie wild freuende Hunde erwartet. Ja, in den letzten drei Jahren ist aus dem dynamischen Duo Daisy und Tuffy ein Quintett geworden. Wie es dazu kam, werde ich in einem anderen Artikel erläutern.

Neben den Hunden begrüßten mich auch noch mein US-Bro Paul und mein US-Dad Scott. Da aus meinen alten Zimmer Scotts Büro geworden ist, komme ich in Pauls Zimmer unter, er schläft netterweise auf der Couch. Macht ihm eh nichts aus, denn das tut er ja sowieso meistens.

Wie ließen den Abend dann mit Pizza, weiteren Bier und ein paar Gesprächen ausklingen.

Bilder:

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