Winter2009

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Erste Post

Habe meine erste Post bekommen… erstepost War ein Brief von der Wachovia Bank, keine Ahnung was da drin steht… Glaube muss da meine Social Security Nummer eintragen. Aber die habe ich ja leider noch nicht.

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Startschuss

Der 11. Februar war der Tag an dem feststand, dass sich mein Leben in den nächsten gut eineinhalb Jahren ganz schön ändern wird. Was, Wie, Wo, und Warum möchte ich euch kurz erzählen:

Am Anfang war ein Link. Auf dieser Seite stieß ich auf das Parlamentarische Patenschaft Programm des Deutschen Bundestags. Interessiert las ich alle Informationen auf den Seiten und stellte fest: „Man! Das ist genau das, was du jetzt machen solltest!“

Ich hatte schon öfters an einen Auslandsaufenthalt gedacht. Nur ergab sich bisher für mich noch nicht die Möglichkeit einer Bewerbung für ein Auslandsjahr, da für mich nach jedem Bildungs- bzw. Lebensabschnitt immer klar war, wie es weiter ging: Grundschule – Realschule – Fachoberschule – Ausbildung – Arbeiten. Ende Juni 2007 begann also die letzte Etappe, der Arbeitsalltag. Mittlerweile sind es schon über 1,5  Jahre, an denen es Tag für Tag heißt, immer morgens um halb acht auf der Matte zu stehen. Und obwohl ich zu der deutschen Minderheit gehöre, die sehr sehr gerne ihre Zeit am Arbeitsplatz verbringt und man mehr als zufrieden ist mit seiner Arbeit und seinen Kollegen, fehlt mir doch irgendwie die nächste Herausforderung  in meinem Leben und in meiner beruflichen Laufbahn.

Also, ich bin noch relativ „jung“ und warum nicht mal ein Jahr ins Ausland? Vorzugsweise in die USA. Es war Mitte August, so um den 18. rum, als ich diesen Entschluss fasste, mich für dieses Stipendium zu bewerben. Große Hoffnung machte ich mir zunächst nicht. Aus ganz Deutschland würden nur 75 junge Leute ausgewählt werden. Nach der ersten Kurzbewerbung, bekam ich von der InWent (die Agentur, die das Auswahlverfahren leitet und die Stipendiaten später auch betreut) relativ schnell die Bewerbungsunterlagen für Teil II der Bewerbung. Also schon mal keine Absage. Wie der zweite Teil im Einzelnen aussah, kann man an dieser Checkliste nachvollziehen.

Bewerbungsschluss war der 23.09.2008. Am 21. Oktober erhielt ich diese erfreuliche Einladung zu einer Auswahltagung nach Bonn am 7. November 2008. Cool fand ich ja, dass der Chrissi mit nach Bonn wollte. Das hatte den Vorteil, dass die Fahrt dahin am Abend vorher nicht so langweilig war – man entdeckte eine Tankstellen-Videothek-Kombination – und auch ein bekanntes Gesicht dabei zu haben, lies meine Aufregung vor dieser Tagung schon etwas sinken. Nach einen ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen machte Chrissi sich auf, seine Route „Bonn – Köln – Düsseldorf“ abzuarbeiten. Ich fuhr zu einem 5 Minuten entfernten Gebäudekomplex, welcher u.a. auch die InWent beherbergte. Dort angekommen traf ich auch schon auf einige meiner bereits wartenden MitbewerberInnen. Wir waren zu Elft in unserer Gruppe und die Aufregung war im Nachhinein eigentlich total unnötig gewesen. Die ganze Atmosphäre der Tagung, war sehr locker und freundschaftlich (so empfand ich es zumindest). Die von uns verlangte Gruppenarbeit hat mir viel Spaß gemacht. Ich arbeitete mit 2 netten Menschen zusammen und wir verstanden uns super. Etwas angespannter wurde die Lage wieder, als es dann in die Einzelgespräche ging. Nach meinem Gespräch, war mir gar nicht mehr so wohl bei der ganzen Sache. Denn den englischsprachigen Teil hatte ich meiner Meinung nach voll verkackt und mir wollte bei einer anderen Frage das blöde Wort „Thanksgiving“ nicht einfallen. Grrrrr…. Na ja, nach einer kurzen Pause gings dann noch zu einen abschließenden Allgemeinwissens- und Englischtest. Dauerte so ca. 90 – 100 Minuten. Von nun an ging das lange Warten los. „Bis Februar müssen Sie sich noch gedulden.“, hieß es. War ja kein Wunder: Von einst 560 Bewerbern haben es rund 340 in die Auswahltagungen geschafft. Daraus mussten erstmal geeignete Kandidaten für das Gespräch mit dem jeweiligen Bundestagsabgeordneten „herausgefiltert“ werden. Das dauert natürlich. Als ich mich auf den Weg nach Düsseldorf machen wollte, um Chrissi  einzusammeln, traf ich auf noch Ann-Kathrin. Mit ihr zusammen hatte die Gruppenarbeit bestritten. Um ihr ein Taxi zu ersparen, bat ich an, sie grad zum Bahnhof zu fahren. Nach einen kleinen Imbiss gings dann nach Düsseldorf und dann heimwärts.

Am 26. Januar 2009 klingelte mein Handy. Nichtsahnend nahm ich ab und es meldete sich der Herr Scheben aus dem Bundestagsbüro von Herrn Siebert, dem Bundestagabgeordneten (MdB), der für meinen Wahlkreis zuständig ist. Ich wurde zu einem persönlichen Gespräch nach Fritzlar ins CDU Büro von Herrn Siebert eingeladen. Und zwar schon in gut einer Woche. Da war die Aufregung erstmal groß. Viel vorbereiten konnte man sich nicht. Woher sollte ich auch wissen, worüber der Herr Siebert mit mir sprechen wollte. Etwas mehr als eine Woche später, am 4. Februar 2009,  saß ich zur Mittagszeit im Auto. Habe festgestellt, dass Autofahren mich ungemein beruhigt. Denn die Nervosität hielt sich auf der Fahrt nach Fritzlar echt in Grenzen. Dort angekommen, wurde ich sehr nett empfangen. Sogar die „Frankenberger Zeitung“ wurde mir angeboten. Herr Siebert befand sich noch im Gespräch mit meiner Mitbewerberin. Erst im Laufe meines Gespräches erfuhr ich, dass meine direkte Konkurrentin die Ann-Kathrin war, mit der ich mich prima verstand. Wir hatten nicht gedacht, dass wir in direkter Konkurrenz standen, da wir in verschiedenen Wahlkreisen wohnen. Es war also eine 50 – 50 Chance ausgewählt zu werden oder nicht. Wir bekämen dann einen Anruf von ihm, für wen er sich entschieden hat.

Genau eine Woche nach meinem Gespräch klingelte wieder mein Handy. Ich saß gerade an der Arbeit und war vertieft in eine Aufgabe. Ich ahnte nichts, bis sich wieder Herr Scheben meldete. Sofort bekam ich nasse Hände und eine zittrige Stimme. Jetzt war es so weit: 1 Jahr USA oder nicht, das war nun die Frage… Herr Scheben sagte mir lediglich, dass ich mit Herrn Siebert verbunden werde. Kurze Zeit später hatte ich ihn am Telefon. Er teilte mir mit, dass er kurz vorher mit Ann-Kathrin gesprochen habe. Da hatte ich das Gefühl im Bauch, dass ich nun gleich eine Absage bekommen würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Er sagte, dass er dieses Stipendium für seinen Wahlkreis schon seit einiger Zeit vergibt und er es selten so schwer gehabt habe wie dieses Mal. Letztendlich hat er von mir den etwas besseren Eindruck im Gespräch bekommen und sich entschieden, mich als Botschafter Deutschlands, für den Wahlkreis und natürlich ganz besonders für meine Heimatstadt Frankenberg für ein Jahr in die USA zu schicken. Außer „Prima“ und „Das freut mich“ brachte ich kaum ein Wort raus. So baff war ich. Da wartet man eine Woche sehnsüchtig auf diesen Anruf und dann kommt er aus dem Nichts.

Das Erste was ich tat, nachdem ich meine Eltern über meine Teilnahme informiert hatte, war, diese Domain hier zu registrieren und dieses Blog ins Leben zu rufen, damit ich meine zukünftigen Abenteuer, welche das PPP-Stipendium betreffen mit allen teilen kann, die es interessiert. Ich wusste in dem Moment gar nicht was ich tun sollte da kam mir das irgendwie am sinnvollsten vor… Nun, 5 Tage später, ist alles soweit fertig eingerichtet und das Abenteuer Amerika kann beginnen. Bevor es übern Teich geht, gibt es noch sehr sehr viele Dinge hier in Deutschland zu erledigen. Visum, Vorbereitungsseminar, TOEFL, Reisepass sind nur einige wenige.

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