Winter2009

Archive for Februar, 2009

Neue Termine!

Heute gab’s mit der Post endlich mal nen paar genaue Daten:

Ich werde am 18.03.2009 nach Erfurt fahren und dort ab 12:00 Uhr den TOEFL Test machen. Soll ca. 3 Stunden dauern…

Der nächste Termin geht vom 3. April bis zum 10. April 2009 und ist das Vorbereitungsseminar in Bad Bevensen. Bad Bevensen ist mit ca. 330 km Entfernung am weitesten von meiner Heimat entfert. Die andern beiden Orte Vlotho und Würzburg liegen näher dran. Na ja, wer weiß wofür das gut ist. Dann geht’s also in den Norden Deutschlands. Ich freu mich!

So jetzt noch schnell die Bestätigungen für die Termine zurückfaxen…

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Sorgenkind Wehrdienst

Ich wurde bereits schon zwei mal vom Wehrdienst zurückgestellt.

2003/2004 für die Fachoberschule
2004-2007 für meine Ausbildung

Bisher habe ich wegen Einberufung etc. nichts mehr von denen gehört. Ich hab so das Gefühl, dass die mich eventuell mit meiner Musterungsnote 3 vergessen haben. Aber es nützt alles nichts, ich muss mich bei denen melden und Bescheid sagen, dass ich noch lebe und um eine erneute Zurückstellung beten.

Ich werde am Wochende einen netten Brief verfassen und die Teilnahmebestätigung von der InWEnt (danke nochmal für das schnelle Zusenden) dazu legen. Hoffentlich geht das alles gut aus. Sonst geh ich wohl das Risiko ein, in Amerika eventuell von den Feldjägern heimgesucht zu werden.

Für das nächste Mal müsste ich mich dann nämlich wieder von vorne neu bewerben und wer weiß, ob ich dann wieder genommen werde. Es könnten diesmal noch mehr gute Bewerber dabei sein. Diesmal war es ja auch schon ein Kopf-an-Kopf Rennen für mich.

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Protected

Bin heute Morgen beim Doc gewesen und hab mir ne Dosis „Masern Mumps Röteln“ abgeholt. Nach deutschem Gesetz reichen meine bisherigen Impfungen eigentlich aus. Aber International leider nicht. Also läuft das als Privatvergnügen und ich werde zur Kasse gebeten. Knapp 60 Euro darf ich für meine kleinen Viren-Freunde bezahlen. In gut 2 Wochen engagier ich mir dann noch nen paar Poliomyelitis-Viren, die meine Körper dann gegen Polio schützen sollen. Diese Imunisierung kostet mich dann auch noch mal so ca. 25 Euro.

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Ein Dollar

ein-dollarSeit letzten Samstag bin ich übrigens stolzer Besitzer einer 1 Dollar Banknote. Ich bekam sie für eine nächtliche Taxi fahrt von meinem Kumpel Ali zugesteckt. Das ist mein erster amerikanischer Doller den ich in den Händen halte und der wirklich mir gehört. Vielleicht werde ich ihn mir einrahmen. Oder gibt’s da draußen irgendwo ne Bank, die mir diesen wunderschönen Dollar bis Ende Juli gewinnbringend anlegen kann? Mir schwebt eine Rendite von 80% – 100% vor…

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Kein Zurück!

„Bitte senden Sie uns die Unterlagen (Teilnahmeerklärung und Erforderliche Information zur Beantragung eines DS-2019 Visums) so schnell wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von 10 Tagen zu.“ – Heißt es im ersten Schreiben, welches ich nach meiner Zusage für das 26. PPP 2009/2010. Mittlerweile sind schon wieder fünf Tage rum und ich hab immer noch nichts abgeschickt. Am Montag wäre der 10. Tag. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen war ich bis jetzt noch nicht in der Lage die beiden Zettel auszufüllen und zurückzuschicken. Ich werd doch wohl keine kalten Füße bekommen…?

NEIN!

So einen Trip und so viele neue Erfahrungen lasse ich mir nicht entgehen. Morgen wird alles in ein Briefcouvert gepackt und dann in den Briefkasten geworfen. Sollte dann also pünktlich  zum 23. Februar in Bonn eintreffen.

Beim Durchlesen und Ausfüllen der Teilnahmerklärung habe ich glaube ich erst richtig wahr genommen, was da alles auf mich zukommen wird (TOEFL, Vorbereitungsseminar, zur amerikanischen Botschaft pilgern und Visum abholen, etc).  Das wird ein komplett neues Leben, was man sich da drüben für ein Jahr aufbaut. Ein Jahr kann sehr schnell vergehen oder auf der anderen Seite auch verdammt lange dauern. Ich hoffe ich erlebe so ein Mittelding wenn ich in den USA bin. Ich hätte gerne sowas zwischen „Zeit vergeht im Flug“ und „Boar, kann ich ned bald wieder nach Hause?“

Mein Entschluss steht mit meiner Unterschrift der Erklärung nun fest:

Ein Jahr nach Amerika, das Land und Leute kennen lernen, ein Semester studieren, einen Praktikumsplatz suchen, ein halbes Jahr in einem Unternehmen arbeiten, Botschafter für Deutschland sein, einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, persönliche Weiterentwicklung…  –  YES I CAN !!!

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Bei der Behörde

Die ersten zwei Stunden meines gestrigen Tages verbrachte ich unter anderem damit meinem Impfausweis zu studieren. Mit Schrecken stellte ich fest, dass 80% meiner Impfungen über 10 Jahre zurückliegen. Eine Auflage von vielen um an einem Amerikanischen College angenommen zu werden sind Impfungen, die nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Also bin ich kurzerhand zu meinem Hausarzt gefahren. Leider hab da erst einen Termin für Freitagmorgen bekommen.

Weiter gings dann nach Frankenberg zum Stadthaus, einen neuen Reisepass beantragen. Mein jetziger ist nur noch bis April 2010 gültig. Der Pass muss aber mindestens so lange gültig sein, bis ich wieder in Deutschland bin. Also lies ich für 15 Euro 4 Passbilder nach den gewünschten Vorgaben machen. Das war eine Sache von ca. 6 Minuten. Rechnern wir das mal kurz hoch. 6 Minuten = 15 Euro, 60 Minuten = 150 Euro. Das wäre mal ein Stundenlohn! Apropos Stunde. Ich hatte mein Auto an der Uferstraße da bei der Post geparkt. Das niedrigste was ich einwerfen konnte waren 50 Cent. Dafür konnte ich glaube ich eine ganze Stunde parken. Hatte ja nur 6 Minuten gebraucht. Hätten mir auch 10min Parkzeit für 10 Cent oder so geschickt. War da nicht mal so ne „Brötchen-Hol-Taste“ für so kleine Besorgungen die man macht angedacht? Kurz nochmal zum Passfoto. Das war echt ne knappe Geschichte. Die Entfernung zwischen Stirn und Kinn muss zwischen 32 – 36mm liegen. Bei mir waren es grad noch so 36mm. Hoffen wir mal, das die pingeligen Beamten in New York, das nicht so eng sehen.

Am 16. März kann ich meinen neuen ePass abholen. Gültig für 6 Jahre, also musste ich „nur“ 37,50 Euro bezahlen. Im Preis imbegriffen – falls noch nicht geschehen – sind vermutlich Einträge in den Datenbanken sämtlicher Geheimdienste. Die verfügen nun über ein Foto von mir (auf dem ich schon gucke wie ein kleiner Terrorist), meine n digitalen Fingerabdrücken und persönlichen Adressdaten.

Langsam muss ich auch anfangen meine eingerosteten Englischkenntnisse aufzufrischen. Irgendwann im März steht der TOEFL (Test of English as a Foreign Language) an. Dieser Test überprüft die Englischkenntnisse und dient bei amerikanischen Colleges als Aufnahmekriterium. Ein gutes Ergebnis erhöht die Chancen an vielen Colleges angenommen zu werden, an denen ich von der Agentur vorgeschlagen werde.

Heute Abend füll ich noch die „Erforderlichen Informationen zur Beantragung eines DS-2019 (J-Visum)“ und die offizielle Teilnahmebestätigung aus.

Hoffe unser DSL Anschluss funktioniert nachher noch, denn zwischen 16 und 19 Uhr hat sich ein Telekomtechniker angekündigt, um die in letzter Zeit sehr instabil gewordene DSL Leitung mal vor Ort anzusehen. Also beten, dass der da nix kaputt macht!

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Startschuss

Der 11. Februar war der Tag an dem feststand, dass sich mein Leben in den nächsten gut eineinhalb Jahren ganz schön ändern wird. Was, Wie, Wo, und Warum möchte ich euch kurz erzählen:

Am Anfang war ein Link. Auf dieser Seite stieß ich auf das Parlamentarische Patenschaft Programm des Deutschen Bundestags. Interessiert las ich alle Informationen auf den Seiten und stellte fest: „Man! Das ist genau das, was du jetzt machen solltest!“

Ich hatte schon öfters an einen Auslandsaufenthalt gedacht. Nur ergab sich bisher für mich noch nicht die Möglichkeit einer Bewerbung für ein Auslandsjahr, da für mich nach jedem Bildungs- bzw. Lebensabschnitt immer klar war, wie es weiter ging: Grundschule – Realschule – Fachoberschule – Ausbildung – Arbeiten. Ende Juni 2007 begann also die letzte Etappe, der Arbeitsalltag. Mittlerweile sind es schon über 1,5  Jahre, an denen es Tag für Tag heißt, immer morgens um halb acht auf der Matte zu stehen. Und obwohl ich zu der deutschen Minderheit gehöre, die sehr sehr gerne ihre Zeit am Arbeitsplatz verbringt und man mehr als zufrieden ist mit seiner Arbeit und seinen Kollegen, fehlt mir doch irgendwie die nächste Herausforderung  in meinem Leben und in meiner beruflichen Laufbahn.

Also, ich bin noch relativ „jung“ und warum nicht mal ein Jahr ins Ausland? Vorzugsweise in die USA. Es war Mitte August, so um den 18. rum, als ich diesen Entschluss fasste, mich für dieses Stipendium zu bewerben. Große Hoffnung machte ich mir zunächst nicht. Aus ganz Deutschland würden nur 75 junge Leute ausgewählt werden. Nach der ersten Kurzbewerbung, bekam ich von der InWent (die Agentur, die das Auswahlverfahren leitet und die Stipendiaten später auch betreut) relativ schnell die Bewerbungsunterlagen für Teil II der Bewerbung. Also schon mal keine Absage. Wie der zweite Teil im Einzelnen aussah, kann man an dieser Checkliste nachvollziehen.

Bewerbungsschluss war der 23.09.2008. Am 21. Oktober erhielt ich diese erfreuliche Einladung zu einer Auswahltagung nach Bonn am 7. November 2008. Cool fand ich ja, dass der Chrissi mit nach Bonn wollte. Das hatte den Vorteil, dass die Fahrt dahin am Abend vorher nicht so langweilig war – man entdeckte eine Tankstellen-Videothek-Kombination – und auch ein bekanntes Gesicht dabei zu haben, lies meine Aufregung vor dieser Tagung schon etwas sinken. Nach einen ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen machte Chrissi sich auf, seine Route „Bonn – Köln – Düsseldorf“ abzuarbeiten. Ich fuhr zu einem 5 Minuten entfernten Gebäudekomplex, welcher u.a. auch die InWent beherbergte. Dort angekommen traf ich auch schon auf einige meiner bereits wartenden MitbewerberInnen. Wir waren zu Elft in unserer Gruppe und die Aufregung war im Nachhinein eigentlich total unnötig gewesen. Die ganze Atmosphäre der Tagung, war sehr locker und freundschaftlich (so empfand ich es zumindest). Die von uns verlangte Gruppenarbeit hat mir viel Spaß gemacht. Ich arbeitete mit 2 netten Menschen zusammen und wir verstanden uns super. Etwas angespannter wurde die Lage wieder, als es dann in die Einzelgespräche ging. Nach meinem Gespräch, war mir gar nicht mehr so wohl bei der ganzen Sache. Denn den englischsprachigen Teil hatte ich meiner Meinung nach voll verkackt und mir wollte bei einer anderen Frage das blöde Wort „Thanksgiving“ nicht einfallen. Grrrrr…. Na ja, nach einer kurzen Pause gings dann noch zu einen abschließenden Allgemeinwissens- und Englischtest. Dauerte so ca. 90 – 100 Minuten. Von nun an ging das lange Warten los. „Bis Februar müssen Sie sich noch gedulden.“, hieß es. War ja kein Wunder: Von einst 560 Bewerbern haben es rund 340 in die Auswahltagungen geschafft. Daraus mussten erstmal geeignete Kandidaten für das Gespräch mit dem jeweiligen Bundestagsabgeordneten „herausgefiltert“ werden. Das dauert natürlich. Als ich mich auf den Weg nach Düsseldorf machen wollte, um Chrissi  einzusammeln, traf ich auf noch Ann-Kathrin. Mit ihr zusammen hatte die Gruppenarbeit bestritten. Um ihr ein Taxi zu ersparen, bat ich an, sie grad zum Bahnhof zu fahren. Nach einen kleinen Imbiss gings dann nach Düsseldorf und dann heimwärts.

Am 26. Januar 2009 klingelte mein Handy. Nichtsahnend nahm ich ab und es meldete sich der Herr Scheben aus dem Bundestagsbüro von Herrn Siebert, dem Bundestagabgeordneten (MdB), der für meinen Wahlkreis zuständig ist. Ich wurde zu einem persönlichen Gespräch nach Fritzlar ins CDU Büro von Herrn Siebert eingeladen. Und zwar schon in gut einer Woche. Da war die Aufregung erstmal groß. Viel vorbereiten konnte man sich nicht. Woher sollte ich auch wissen, worüber der Herr Siebert mit mir sprechen wollte. Etwas mehr als eine Woche später, am 4. Februar 2009,  saß ich zur Mittagszeit im Auto. Habe festgestellt, dass Autofahren mich ungemein beruhigt. Denn die Nervosität hielt sich auf der Fahrt nach Fritzlar echt in Grenzen. Dort angekommen, wurde ich sehr nett empfangen. Sogar die „Frankenberger Zeitung“ wurde mir angeboten. Herr Siebert befand sich noch im Gespräch mit meiner Mitbewerberin. Erst im Laufe meines Gespräches erfuhr ich, dass meine direkte Konkurrentin die Ann-Kathrin war, mit der ich mich prima verstand. Wir hatten nicht gedacht, dass wir in direkter Konkurrenz standen, da wir in verschiedenen Wahlkreisen wohnen. Es war also eine 50 – 50 Chance ausgewählt zu werden oder nicht. Wir bekämen dann einen Anruf von ihm, für wen er sich entschieden hat.

Genau eine Woche nach meinem Gespräch klingelte wieder mein Handy. Ich saß gerade an der Arbeit und war vertieft in eine Aufgabe. Ich ahnte nichts, bis sich wieder Herr Scheben meldete. Sofort bekam ich nasse Hände und eine zittrige Stimme. Jetzt war es so weit: 1 Jahr USA oder nicht, das war nun die Frage… Herr Scheben sagte mir lediglich, dass ich mit Herrn Siebert verbunden werde. Kurze Zeit später hatte ich ihn am Telefon. Er teilte mir mit, dass er kurz vorher mit Ann-Kathrin gesprochen habe. Da hatte ich das Gefühl im Bauch, dass ich nun gleich eine Absage bekommen würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Er sagte, dass er dieses Stipendium für seinen Wahlkreis schon seit einiger Zeit vergibt und er es selten so schwer gehabt habe wie dieses Mal. Letztendlich hat er von mir den etwas besseren Eindruck im Gespräch bekommen und sich entschieden, mich als Botschafter Deutschlands, für den Wahlkreis und natürlich ganz besonders für meine Heimatstadt Frankenberg für ein Jahr in die USA zu schicken. Außer „Prima“ und „Das freut mich“ brachte ich kaum ein Wort raus. So baff war ich. Da wartet man eine Woche sehnsüchtig auf diesen Anruf und dann kommt er aus dem Nichts.

Das Erste was ich tat, nachdem ich meine Eltern über meine Teilnahme informiert hatte, war, diese Domain hier zu registrieren und dieses Blog ins Leben zu rufen, damit ich meine zukünftigen Abenteuer, welche das PPP-Stipendium betreffen mit allen teilen kann, die es interessiert. Ich wusste in dem Moment gar nicht was ich tun sollte da kam mir das irgendwie am sinnvollsten vor… Nun, 5 Tage später, ist alles soweit fertig eingerichtet und das Abenteuer Amerika kann beginnen. Bevor es übern Teich geht, gibt es noch sehr sehr viele Dinge hier in Deutschland zu erledigen. Visum, Vorbereitungsseminar, TOEFL, Reisepass sind nur einige wenige.

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