Winter2009

Anreise Fort Lauderdale

map-fortlauderdale Morgens hat mich Paul vom Hotel zum Greyhound Bus Bahnhof gefahren. Da ich bei meiner Homestaytour nicht die Gelegenheit bekam, Greyhound Bus oder Amtrak Erfahrungen zu sammeln, wollte ich das noch nachholen. Heute stand eine 4 stuendige Fahrt mit dem Greyhound Bus von Orlando nach Fort Lauderdale auf dem Plan. 44 Dollar kostete der Spass fuer 220 Meilen. Guter Preis und die Fahrt ging mit Schlafen und etwas Texte schreiben relativ schnell rum. Man sagt ja immer, man trifft dort die verruecktesten Leute, besonders die, die neben einem sitzen. Neben mir sass ein Schwarzer, der die ganze Zeit ueber gepennt hat. Nen ruhiger Zeitgenosse also.

In Fort Lauderdale angekommen, war ich erstmal froh, dass mein Koffer auch mit angekommen war. Ich habe schon Geschichten gehoert, bei denen das ned immer so gut geklappt hat. Ich wurde von Andrea, Mareike, Johannes und Tino abgeholt. Anschliessend gings zum ATM und dann zur Mall, denn wir Jungs mussten noch Badeshorts kaufen. Nach einer Stunde Preisvergleich in der Mall waren wir der Meinung, dass wir keine 50 Dollar fuer ne Badeshort ausgeben wollen. Wir beschlossen dann an der Strandpromenade nahe unserem Hostel nach passenden Badeaccessories  Ausschau zu halten. Wir fanden einen Shop dessen Inhaber an totaler Schwaetzer war und uns dann noch ein kostenloses T-Shirt geben wuerde, wenn wir alle die gleichen Hosen kaufen. Mit Freude nahmen wir das Angebot an. Beim Bezahlen sahen wir dann ein Schild: „For all purchases – get a free T-Shirt“.  Btw. die Shorts, die er uns angedreht hatte haben 29 Dollar gekostet. Owned by Ladenbesitzer…

Dann sind wir zum Hostel (wie dort die Umstaende waren, bitte dem Video am Ende des Artikels entnehmen). Ich hab mir erstmal kurze Sachen angezogen, denn es war schon um einiges waermer als in Orlando. Anschliessend sind Tino und John zum Strand, ich bin mit Andrea und Marry zum „Haudi“ gefahren, um eine Wohnung fuer Andrea anzuschauen. Der Kerl war eine Granate, ach du liebe Zeit. Er hatte angegeben er waere 29 Jahre – richtiges Alter geschaetzt von uns auf 39 – 43, also hat er sich mal locker nen paar Jaerchen juenger gemacht. Der Oberhammer war aber die Wohnung fuer die er einen Roommate suchte. Man geht ja davon, dass es dann mind. zwei Schlafzimmer gibt, wenn man nen Mitbewohner sucht. Das ist bei „Haudi“ aber anders. Bei ihm gibt es ein Schlafzimmer, ein Bad, eine halbfertige Kueche und ein Wohnzimmer. Eine perfekte Single Wohnung also. Der Kerle hat Andrea angeboten im Schlafzimmer zu schlafen, waehrend er dann das Wohnzimmer zugleich als Schlafzimmer fuer sich verwendet. Ein Bad waere dann direkt am Schlafzimmer und ein zweites Bad befaende sich auch noch in der Wohnung, das haben wir aber nicht finden koennen.  Er war schon ein grosser Schwaetzer, der Haudi. Er betreibt angeblich eine gutes „Business with dealing cars“. Da wundere ich mich natuerlich, warum er denn nen (weiblichen) Roommate suchte? Na ja, fuer Andrea und uns war relativ schnell klar, dass sie Wohnung nicht nimmt. Aber der Kontakt wurde von Haudi’s Seite dennoch nicht abgebrochen. Die Tage danach bekam Andrea noch einige SMS von ihn, in denen er schrieb, wie gut sie doch als Roommmate geeignet waere, oder dass es ja so schwer ist, einen guten Roommate zu finden oder ob sie sich denn mal treffen koennten wenn das mit der Wohnung nicht klappen sollte. Er war glaube ich schon ein wenig in die Liebe Andrea verliebt…. Der Haudi…

Nach der Wohnungsbesichtung bei Haudi, entschieden wir uns noch kurz mal an den Strand zu gehen bevor es zur neachsten Besichtigung ging. Zum Baden war das Wasser und auch das Wetter etwas zu kalt. Aber fuer nen paar Minuten chillen war es optimal. Eigentlich wollten wir die anderen beiden dort am Strand treffen, aber die waren auf einmal spurlos verschwunden. Die sind aber ne halbe Stunde spaeter im Hostel wieder aufgetaucht. Man weiss bis heute nicht wo die abgeblieben waren.

Zur naechsten Wohnungsbesichtung sind wir alle Fuenf gemeinsam gefahren. Im Gegensatz zu Haudi’s Bude war das ein Palast. Das Haus befindete einer einer guten und auch sicheren Nachbarschaft, knapp 20 Minuten von Andrea’s Arbeit entfernt und auch die Frau, die fuer ihre Tochter noch eine Mitbewohnerin suchte machte einen sehr serioesen Eindruck.  War so ein bisschen Berwerbungsgespraech-Atmosphaere. Nachdem wir zu fuenft eine gutes Bild gemacht hatten, die Andrea und unser Exchange Programm gelobt hatten, sind wir mit einem guten Gewissen wieder gefahren.  Am naechsten Tag bekam Andrea auch den Anruf, dass sie in die 3er WG mit einziehen kann. Mission accomplished. Nach der Besichtung gab’s es dann das lang ersehnte Dinner bei Bubba Gump Shrimps! Jammi Jammi! Ich war etwas planlos bei der Bestellung, also bat ich die Bedienung, dass er mir irgendwas von der Karte heraussuchen soll. Hat gut funktioniert, ich bekam das gleiche, was ich damals in Chicago bestellt hatte. Hummer mit fried Shrimps und Pommes! Sehr Lecker!

Auf dem Weg zurueck zum Hostel haben wir uns nochn bisschen was zu Trinken gekauft und ganz wichtig, mein Bett, eine Luftmatratze. aufpumpidee Wir hatten ein Zimmer fuer vier Personen, aber der nette Kevin (Hostelinhaber) hat mir erlaubt noch zusaetzlich in dem Zimmer mit unterzukommen. Wie ich dort schlafe seie uns ueberlassen… Da ich kein Bett hatte, bekam ich Rabatt und musste fuer das Zimmer nur 15 Dollar pro Nacht bezahlen anstatt den vollen Preis von 22 Dollar. Wir fanden ein billiges Luftbett bei Walmart. Jetzt hiess es aufpumpen. Selbst Tino mit seiner Trompeterlunge war nicht in der Lage das Ding aufzupusten. Zum Glueck kam Johannes mit einer innovativen Idee auf. Siehe Foto.

Bei ein paar Bierchen sollte dann noch der naechste Tag (Silvester) besprochen / geplant werden. Mareike, Andrea, Tino und teilweise Johannes klingten sich relativ schnell aus den Planungsarbeiten aus, weil wie weggenickt waren. Also beschloss ich dann einfach auf eigene Faust eine Location fuer die Abendliche Silvesterfeierei ausfindig zumachen. Das Gelang mir auch, nur Ruecksprache konnte ich nur mit Andrea und Johannes halten, die anderen beiden waren in ihren Betten hoffnunglos weggerazt. Ich fand den schicken Club „Exit66“, der direkt am Strand ist und die beste Silvestersause der Stadt ankuendigte. Fuer 75 Bucks pro Person konnte man von 9pm bis 12am so viel von allem Trinken was die Getraenkekarte hergab. Das hoerte sich nicht schlecht an. Leider funktionierte die online Bestellung nicht mehr, weil es schon nach 0 Uhr war. Also wurde kurzer Hand bei der hinterlegten Nummer angerufen und man glaubt es kaum, aber wir hatten nachts um halb eins Brian von newyears.com am Apperat. Johannes fuerhte das Gespraech so sachlich wie es in seinem Zustand moeglich war (aus den erwaehnten „paar“ Bierchen wurden dann doch einige mehr) und in wirklich perfektionierten amerikanischen Akzent. Wie er das gemacht hat weiss er bestimmt bis heute noch nicht. Brian war wirklich ganz schoen auf Zack und zauberte in wenigen Minuten eine Subdomain hervor (brian.newyears.com) auf dem wir noch Tickets kaufen konnten. Dank an Brian! Da ich grad so in Planungslaune war, suchte ich noch 2-3 Unternehmen raus, die Airboattouren durch die Everglades anbieten. Denn das wollten wir am naechsten Tag in Angriff nehmen, bevor es dann auf Party ging.

Bilder des Tages:


Video:
Im Beachhostel Fort Lauderdale:

Dieser Artikel wurde am 30. Dezember 2009 um 23:32 Uhr unter Diary, On the road, Traveling abgelegt. Verfolge die Diskussion zu diesem Beitrag per RSS 2.0 feed. Hinterlasse einen Kommentar oder einen Trackback deiner eigenen Seite.

Ben schrieb am 8. Januar 2010 um 14:34 Uhr

Hahahaha geiles video :D, vor allem das Bad rockt :)

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