Winter2009

VBS BB 1. Tag

Nach einer langen Nacht (bin erst um 3 Uhr ins Bett gekommen), die hauptsächlich darin bestand Bilder von mir rauszusuchen, das Video zu rendern und meine Sachen zu packen, habe ich es doch geschafft, morgens um 7 aufzustehen.

Ich musste noch den Brief und die Bilder für meine Gastfamilie ausdrucken. Das wollte ich, wegen der Druckqualität, an der Arbeit erledigen.

Dann noch mal in Gedanken die kommende Woche versucht zu erahnen, um noch eventuell benötigte Sachen mit in den Koffer zu packen. Ruckzuck war es auch schon 10 Uhr, meine geplante Abfahrtzeit. Natürlich wurde daraus 20 nach 10, aber das hatte ich schon eingerechnet – owned by myself ! ^^

Die ca. 3 ½ stündige Fahrt hier her nach Bad Bevensen (BB) ging recht schnell rum. Bis auf den Weg zur Kasseler Autobahn war alles sehr entspannt. Die Landstraße, die nach BB führt war eine bestimmt 30km lange gerade Strecke, also ohne eine Kurve, die durch Wiesen, Wälder und Dörfer führt. Und überall Blitzer in 70er Zonen aufgestellt. Glaube, wurde aber nicht erwischt!

Mit 13:45 Uhr Ankunftszeit, war ich einer der ersten, die hier angekommen ist. Kurz vor mir haben Bea (die ich schon vom TOEFL kenne), Bianca und Daniel (mit dem ich mir ein Zimmer teile) eingecheckt.

Um kurz nach zwei klingelte mein Handy. Mein Namensvetter Dominik rief an und fragte, ob ich ihn und 3 andere vom Bahnhof abholen könnte. Da es nur 2km bis dahin sind, war das gar kein Thema für mich. Nach und nach trudelten immer mehr PPPler ein. Um 16 Uhr war offizielle Begrüßung durch unsere Teamer Kathrin, Marco und Marko. Kathrin ist ehemalige PPP Teilnehmerin und Mitglied im Vorstand des PPP Alumni Netzwerks. Die beiden Mark(c)os sind ehemalige PPPler und waren vor 2 Jahren in den USA. Nachdem kurz erklärt wurde, was uns die Woche über so erwartet und wir eine Art Brainstorming gemacht hatten mit Fragen, die uns beschäftigen, startete das erste Kennenlernspiel. Hier ging es darum, sich die Namen der anderen 25 Leute einzuprägen. Das ganze lief in etwa ab wie das „Ich packe in meinen Koffer“ Spiel, mit der Abänderung, dass eine Schnur durch den Raum geworfen wurde und jeder seine Vorgänger mit Vorname benennen musste. Ich war natürlich als einer der letzten und bekam zum Glück soweit alle Namen zusammen. Das Anschließende Spiel war das Highlight heute:

Alle treffen sich in der Mitte eines Kreises, strecken die Hände aus und greifen sich eine andere Hand. Anschließend hieß es: „Viel Spaß beim Entknoten!“ Wir mussten einen Kreis bilden und durften natürlich die blind ergriffene Hand nicht los lassen, wäre ja zu einfach gewesen. Damit waren wir gut 20min – 25 min beschäftigt. Das hatte viel Spaß gemacht und es waren einige lustige Verrenkungen dabei. Nach dem Abendessen, bekamen…

* 1:12 Uhr Anruf von Dr. Schönbach: „Ey Dome, warte mal kurz!“ Ich höre Warteschleifenmusik, es tütet, dann: „Hi Dome, hier ist Olli!“ Dreikonferenz, müsst ihr euch so vorstellen: Olli (Location: Bushaltestelle Geismar), Chrissi (Location: Bushaltestelle Geismar, 5m von Olli entfernt und Ich ca. 330km von den beiden entfernt. Wollten mal hören wie es mir geht und mich darüber informieren, dass sie ins Triton fahren. Hat mich gefreut von euch zu hören :) *…

wir zufallsmäßig einen Partner zugeteilt, von dem wir ein Portrait zeichnen sollten und ein paar Informationen über den anderen dazuschreiben. Dabei sind einige „interessante“ Kunstwerke entstanden.

Das war soweit das offizielle am heutigen Tag. Abends saßen wir noch mit nen paar Leuten zusammen und Marco erzählte von seiner Zeit in Kansas. Er hat uns von 21 bis fast zwölf Uhr nur richtig geile Storys von seinem Jahr dort drüben erzählt. Alter Schwede! Was der alles gemacht und erlebt hat. Kurz und knapp: Ist als Steuerverwaltungsfutzi darüber, hat dann aber als IT’ler weitergemacht und sogar 15 Dollar die Stunde verdient, super viele Kontakte knüpfen können, seine Hosts waren super drauf, er, als paramedic, durfte bei einer Herz-OP zusehen und und und. Um alles noch mal hie raufzuschreiben fehlt mir jetzt die Zeit. Wie locker die Ami’s sind und wie unterschiedlich das Land und die Leute im Gegensatz zu uns Deutschen sind, wie unbürokratisch manche Sachen abgewickelt werden, wie günstig einfach nur Inlandflüge sind, wie cool das „in die Kirche gehen“ ist usw. usw. Fakt ist: Ihn hats echt gut erwischt und ich bin jetzt voll heiß drauf endlich dort drüben zu sein und das eine Jahr Vollgas zugeben! Aber zunächst erstmal ein wenig schlaf, ist schon wieder fast zwei Uhr.

Ein paar Bilder von heute reiche ich noch nach.

von Dome in Vorbereitungsseminar mit 2 Kommentare

Vorbereitungsseminar

Hab endlich nähere Infos über das VS in Bad Bevensen bekommen. Muss schon sagen, ein sehr ausgefülltes Programm haben wir da in der einen Woche.

Wird hart und anstrengend, teilweise wahrscheinlich auch etwas langweilig, aber bestimmt auch späßig, denn wir sind 26 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bayern, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Berlin, Bremen und Hessen. Also fast aus jedem Bundesland sind ein paar Leute mit von der Partie.

Es werden mal wieder viele Daten benötigt wie zum Beispiel Adresse von Eltern, Geschwister, 2 weitere Kontaktpersonen, die nicht mit mir verwandt sind und ich muss bis dahin noch einen Gastfamilienbrief geschrieben haben, natürlich auf Englisch. Das ist eine Art Bewerbungsschreiben an meine Hosts in Amerika. Sollte ich auf jeden Fall zeitnah machen, nicht dass ich das ganze kurz vor Schluss anfange, wie das ja oft der Fall bei mir ist ^^

Die ca. vier stündige Fahrt dahin, werde ich mit Chrissi verbringen. Das sorgt auf jeden Fall für kurze Weile! Zumindest, bis ich ihn dann in Braunschweig oder Hannover rausschmeiße. Von dort aus beginnt er dann seine Norddeutschland Tournee.

T Minus 14 Tage…

von Dome in Vorbereitungen mit 2 Kommentare

on the road…

… an der Grenze zu Thüringen in Herleshausen. Hier gibts ein amerikanisches Restaurant, das WLAN Zugang anbietet. Praktisch so was!

Bin grade aufn Rückweg von Erfurt. Der TOEFL war ok. Mehr aber auch nicht. Die Aufgaben waren zeitlich verdammt eng! Das beste Gefühl hab ich beim Teil, wo es um das Hören ging. Also zu einem Gespräch von zwei Personen Fragen beantworten. Hätte ich nicht gedacht, da ich damit immer am meisten Probleme hatte während der Vorbereitung. Sonst konnte ich mich nicht richtig mit den gestellten Aufgaben und Fragen beschäftigen, weil sonst keine Zeit mehr für den Rest blieb. Beim letzten Teil standen auf dem Lösungsbögen 60 Fragen drauf. Zeitvorgabe war 55min. Also weniger als eine Minute Zeit für  eine von vielen Fragen, die sich auf einen längeren Text beziehen. Am Ende waren es dann aber nur 50 Fragen. Hat auch keiner gesagt. Da gibt man Vollgas und zum Schluss merkt man, dass man 10 Fragen weniger beantworten muss…

Das Durchschnittergebnis liegt so – wenn ich mich richtig erinnere – zwischen 480 und 580 von 660 Punkten. Wenn ich dort irgendwo lange, bin ich ganz zu frieden. Muss dann nämlich keinen zusätzlichen Englischkurs belegen.

So ich bestell mir jetzt nochn Burger und dann gehts weiter. Hab noch ca. 140km zu fahren…

von Dome in kurz notiert mit keinem Kommentar

TOEFL

So, morgen um 9:00 Uhr gehts los in den Osten nach Erfurt. Dort wird geTOEFLt (Test of English as a Foreign Language).

Wie gut man sich darauf vorbereiten kann, ist schwer zu sagen. In einem Begleitheft steht, dass es keine wirklich gute Lernmethode gibt, um sich darauf vorzubereiten. Gute Sprachkenntnisse können nur über eine lange Lern- und Übungsstrecke erreicht werden. Weiter heißt es, dass der Test dafür entwurfen wurde, die Englischkenntnisse und Fähigkeiten der Teilnehmer zu testen.

Die erwähnte Lern- und Übungsstrecke habe ich bereits in fünf Jahren auf der Realschule hinter mich gebracht. Später dann noch zwei  Jahre Englisch auf der FOS gehabt und insgesamt ein Jahr „Englisch“ während meiner Ausbildung. Man kann sagen, ich habe in den Letzten 6 Jahren konstant Englischkenntnisse abgebaut. Ein kleiner Vorteil ist, ich weiß genau welche Aufgabenformen dran kommen: Listening Comprehension, Structure and Written Expression (Grammatik) und Written Expression. In den letzten 2 Wochen habe ich immer mal ein paar Aufgaben einer Übungs-CD-Rom gemacht, konnte aber dabei keine wirklichen Verbesserungen bemerken.

Durchfallen kann ich nicht und aus dem Programm rauskicken können die mich auch nicht. Nur zu einem Nachholkurs Englisch könnte es bei einem zu schlechtem Ergebnis kommen.

Na ja, wird schon schief gehen!

von Dome in Vorbereitungen mit einem Kommentar

Bundeswehr: check!

Cooool! Ich hab vorhin nen Anruf vom Wehrdienstersatzamt in Kassel bekommen. Der liebe Herr, den ich dran hatte, war etwas verwirrt. Er hätte schon den ganzen Tag meine Unterlagen gesucht und konnte mit meiner Personenkennziffer gar nichts anfangen. Nachdem ich ihn ca. 5-7 min den ganzen altern Schriftverkehr erklärt habe, den ich zum Glück noch aufgehoben hatte, kam dann raus, dass ich seit dem 01.10.2004 nicht mehr bei denen existiere… Gelöscht wurde ich hat er gesagt!

Laut Gesetz wurden zum 1. Oktober 2004 alle, die mit der Note 3 gemustert wurden, auf Note 5 gestuft und sind seit dem nicht mehr Wehrpflichtig. Schön! Und ich mach mir in den letzten Jahren alsn Kopf, dass die mich bestimmt noch irgendwann einziehen wollen. Alles umsonst – zum Glück! Mir solls recht sein.

Eine alte Klassenkameradin, die bei der Stadt Frankenberg arbeitet, hat mir via StudiVZ geschrieben, dass mein Reisepass schon da sei. Cooler Service der Stadt! Mittwoch noch ne Impfung reinziehen und meinen neuen Reisepass abholen. Dann hab ich soweit alles zusammen was an Unterlagen für die CDS (Partnerschaftsorganisation in den USA) benötigt wird.

von Dome in Vorbereitungen mit 4 Kommentare

Noch was terminliches

In der StudiVZ/MeinVZ Gruppe der PPPler 2009/2010 wurde kürzlich bekannt, dass unsere Abflugtermine am 04. August und am 11. August 2009 sind. Die genaue Einteilung, wer jetzt wann fliegt, findet aber noch statt. Ich hoffe, dass ich am 11. August fliege. Das wäre super, denn dann könnte ich noch mit zur DFB Freizeit nach Neukirchen (Knüll) und mit meinen Freunden das OpenFlair Festival in Eschwege besuchen. Das wäre eine super „Abschiedstournee“ :)

von Dome in Gedanken mit 2 Kommentare

Neue Termine!

Heute gab’s mit der Post endlich mal nen paar genaue Daten:

Ich werde am 18.03.2009 nach Erfurt fahren und dort ab 12:00 Uhr den TOEFL Test machen. Soll ca. 3 Stunden dauern…

Der nächste Termin geht vom 3. April bis zum 10. April 2009 und ist das Vorbereitungsseminar in Bad Bevensen. Bad Bevensen ist mit ca. 330 km Entfernung am weitesten von meiner Heimat entfert. Die andern beiden Orte Vlotho und Würzburg liegen näher dran. Na ja, wer weiß wofür das gut ist. Dann geht’s also in den Norden Deutschlands. Ich freu mich!

So jetzt noch schnell die Bestätigungen für die Termine zurückfaxen…

von Dome in Vorbereitungen mit 2 Kommentare

Sorgenkind Wehrdienst

Ich wurde bereits schon zwei mal vom Wehrdienst zurückgestellt.

2003/2004 für die Fachoberschule
2004-2007 für meine Ausbildung

Bisher habe ich wegen Einberufung etc. nichts mehr von denen gehört. Ich hab so das Gefühl, dass die mich eventuell mit meiner Musterungsnote 3 vergessen haben. Aber es nützt alles nichts, ich muss mich bei denen melden und Bescheid sagen, dass ich noch lebe und um eine erneute Zurückstellung beten.

Ich werde am Wochende einen netten Brief verfassen und die Teilnahmebestätigung von der InWEnt (danke nochmal für das schnelle Zusenden) dazu legen. Hoffentlich geht das alles gut aus. Sonst geh ich wohl das Risiko ein, in Amerika eventuell von den Feldjägern heimgesucht zu werden.

Für das nächste Mal müsste ich mich dann nämlich wieder von vorne neu bewerben und wer weiß, ob ich dann wieder genommen werde. Es könnten diesmal noch mehr gute Bewerber dabei sein. Diesmal war es ja auch schon ein Kopf-an-Kopf Rennen für mich.

von Dome in Gedanken mit 5 Kommentare

Protected

Bin heute Morgen beim Doc gewesen und hab mir ne Dosis „Masern Mumps Röteln“ abgeholt. Nach deutschem Gesetz reichen meine bisherigen Impfungen eigentlich aus. Aber International leider nicht. Also läuft das als Privatvergnügen und ich werde zur Kasse gebeten. Knapp 60 Euro darf ich für meine kleinen Viren-Freunde bezahlen. In gut 2 Wochen engagier ich mir dann noch nen paar Poliomyelitis-Viren, die meine Körper dann gegen Polio schützen sollen. Diese Imunisierung kostet mich dann auch noch mal so ca. 25 Euro.

von Dome in Vorbereitungen mit 3 Kommentare

Ein Dollar

ein-dollarSeit letzten Samstag bin ich übrigens stolzer Besitzer einer 1 Dollar Banknote. Ich bekam sie für eine nächtliche Taxi fahrt von meinem Kumpel Ali zugesteckt. Das ist mein erster amerikanischer Doller den ich in den Händen halte und der wirklich mir gehört. Vielleicht werde ich ihn mir einrahmen. Oder gibt’s da draußen irgendwo ne Bank, die mir diesen wunderschönen Dollar bis Ende Juli gewinnbringend anlegen kann? Mir schwebt eine Rendite von 80% – 100% vor…

von Dome in kurz notiert mit 2 Kommentare

Kein Zurück!

„Bitte senden Sie uns die Unterlagen (Teilnahmeerklärung und Erforderliche Information zur Beantragung eines DS-2019 Visums) so schnell wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von 10 Tagen zu.“ – Heißt es im ersten Schreiben, welches ich nach meiner Zusage für das 26. PPP 2009/2010. Mittlerweile sind schon wieder fünf Tage rum und ich hab immer noch nichts abgeschickt. Am Montag wäre der 10. Tag. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen war ich bis jetzt noch nicht in der Lage die beiden Zettel auszufüllen und zurückzuschicken. Ich werd doch wohl keine kalten Füße bekommen…?

NEIN!

So einen Trip und so viele neue Erfahrungen lasse ich mir nicht entgehen. Morgen wird alles in ein Briefcouvert gepackt und dann in den Briefkasten geworfen. Sollte dann also pünktlich  zum 23. Februar in Bonn eintreffen.

Beim Durchlesen und Ausfüllen der Teilnahmerklärung habe ich glaube ich erst richtig wahr genommen, was da alles auf mich zukommen wird (TOEFL, Vorbereitungsseminar, zur amerikanischen Botschaft pilgern und Visum abholen, etc).  Das wird ein komplett neues Leben, was man sich da drüben für ein Jahr aufbaut. Ein Jahr kann sehr schnell vergehen oder auf der anderen Seite auch verdammt lange dauern. Ich hoffe ich erlebe so ein Mittelding wenn ich in den USA bin. Ich hätte gerne sowas zwischen „Zeit vergeht im Flug“ und „Boar, kann ich ned bald wieder nach Hause?“

Mein Entschluss steht mit meiner Unterschrift der Erklärung nun fest:

Ein Jahr nach Amerika, das Land und Leute kennen lernen, ein Semester studieren, einen Praktikumsplatz suchen, ein halbes Jahr in einem Unternehmen arbeiten, Botschafter für Deutschland sein, einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, persönliche Weiterentwicklung…  –  YES I CAN !!!

von Dome in Gedanken mit einem Kommentar

Bei der Behörde

Die ersten zwei Stunden meines gestrigen Tages verbrachte ich unter anderem damit meinem Impfausweis zu studieren. Mit Schrecken stellte ich fest, dass 80% meiner Impfungen über 10 Jahre zurückliegen. Eine Auflage von vielen um an einem Amerikanischen College angenommen zu werden sind Impfungen, die nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Also bin ich kurzerhand zu meinem Hausarzt gefahren. Leider hab da erst einen Termin für Freitagmorgen bekommen.

Weiter gings dann nach Frankenberg zum Stadthaus, einen neuen Reisepass beantragen. Mein jetziger ist nur noch bis April 2010 gültig. Der Pass muss aber mindestens so lange gültig sein, bis ich wieder in Deutschland bin. Also lies ich für 15 Euro 4 Passbilder nach den gewünschten Vorgaben machen. Das war eine Sache von ca. 6 Minuten. Rechnern wir das mal kurz hoch. 6 Minuten = 15 Euro, 60 Minuten = 150 Euro. Das wäre mal ein Stundenlohn! Apropos Stunde. Ich hatte mein Auto an der Uferstraße da bei der Post geparkt. Das niedrigste was ich einwerfen konnte waren 50 Cent. Dafür konnte ich glaube ich eine ganze Stunde parken. Hatte ja nur 6 Minuten gebraucht. Hätten mir auch 10min Parkzeit für 10 Cent oder so geschickt. War da nicht mal so ne „Brötchen-Hol-Taste“ für so kleine Besorgungen die man macht angedacht? Kurz nochmal zum Passfoto. Das war echt ne knappe Geschichte. Die Entfernung zwischen Stirn und Kinn muss zwischen 32 – 36mm liegen. Bei mir waren es grad noch so 36mm. Hoffen wir mal, das die pingeligen Beamten in New York, das nicht so eng sehen.

Am 16. März kann ich meinen neuen ePass abholen. Gültig für 6 Jahre, also musste ich „nur“ 37,50 Euro bezahlen. Im Preis imbegriffen – falls noch nicht geschehen – sind vermutlich Einträge in den Datenbanken sämtlicher Geheimdienste. Die verfügen nun über ein Foto von mir (auf dem ich schon gucke wie ein kleiner Terrorist), meine n digitalen Fingerabdrücken und persönlichen Adressdaten.

Langsam muss ich auch anfangen meine eingerosteten Englischkenntnisse aufzufrischen. Irgendwann im März steht der TOEFL (Test of English as a Foreign Language) an. Dieser Test überprüft die Englischkenntnisse und dient bei amerikanischen Colleges als Aufnahmekriterium. Ein gutes Ergebnis erhöht die Chancen an vielen Colleges angenommen zu werden, an denen ich von der Agentur vorgeschlagen werde.

Heute Abend füll ich noch die „Erforderlichen Informationen zur Beantragung eines DS-2019 (J-Visum)“ und die offizielle Teilnahmebestätigung aus.

Hoffe unser DSL Anschluss funktioniert nachher noch, denn zwischen 16 und 19 Uhr hat sich ein Telekomtechniker angekündigt, um die in letzter Zeit sehr instabil gewordene DSL Leitung mal vor Ort anzusehen. Also beten, dass der da nix kaputt macht!

von Dome in Vorbereitungen mit 5 Kommentare

Startschuss

Der 11. Februar war der Tag an dem feststand, dass sich mein Leben in den nächsten gut eineinhalb Jahren ganz schön ändern wird. Was, Wie, Wo, und Warum möchte ich euch kurz erzählen:

Am Anfang war ein Link. Auf dieser Seite stieß ich auf das Parlamentarische Patenschaft Programm des Deutschen Bundestags. Interessiert las ich alle Informationen auf den Seiten und stellte fest: „Man! Das ist genau das, was du jetzt machen solltest!“

Ich hatte schon öfters an einen Auslandsaufenthalt gedacht. Nur ergab sich bisher für mich noch nicht die Möglichkeit einer Bewerbung für ein Auslandsjahr, da für mich nach jedem Bildungs- bzw. Lebensabschnitt immer klar war, wie es weiter ging: Grundschule – Realschule – Fachoberschule – Ausbildung – Arbeiten. Ende Juni 2007 begann also die letzte Etappe, der Arbeitsalltag. Mittlerweile sind es schon über 1,5  Jahre, an denen es Tag für Tag heißt, immer morgens um halb acht auf der Matte zu stehen. Und obwohl ich zu der deutschen Minderheit gehöre, die sehr sehr gerne ihre Zeit am Arbeitsplatz verbringt und man mehr als zufrieden ist mit seiner Arbeit und seinen Kollegen, fehlt mir doch irgendwie die nächste Herausforderung  in meinem Leben und in meiner beruflichen Laufbahn.

Also, ich bin noch relativ „jung“ und warum nicht mal ein Jahr ins Ausland? Vorzugsweise in die USA. Es war Mitte August, so um den 18. rum, als ich diesen Entschluss fasste, mich für dieses Stipendium zu bewerben. Große Hoffnung machte ich mir zunächst nicht. Aus ganz Deutschland würden nur 75 junge Leute ausgewählt werden. Nach der ersten Kurzbewerbung, bekam ich von der InWent (die Agentur, die das Auswahlverfahren leitet und die Stipendiaten später auch betreut) relativ schnell die Bewerbungsunterlagen für Teil II der Bewerbung. Also schon mal keine Absage. Wie der zweite Teil im Einzelnen aussah, kann man an dieser Checkliste nachvollziehen.

Bewerbungsschluss war der 23.09.2008. Am 21. Oktober erhielt ich diese erfreuliche Einladung zu einer Auswahltagung nach Bonn am 7. November 2008. Cool fand ich ja, dass der Chrissi mit nach Bonn wollte. Das hatte den Vorteil, dass die Fahrt dahin am Abend vorher nicht so langweilig war – man entdeckte eine Tankstellen-Videothek-Kombination – und auch ein bekanntes Gesicht dabei zu haben, lies meine Aufregung vor dieser Tagung schon etwas sinken. Nach einen ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen machte Chrissi sich auf, seine Route „Bonn – Köln – Düsseldorf“ abzuarbeiten. Ich fuhr zu einem 5 Minuten entfernten Gebäudekomplex, welcher u.a. auch die InWent beherbergte. Dort angekommen traf ich auch schon auf einige meiner bereits wartenden MitbewerberInnen. Wir waren zu Elft in unserer Gruppe und die Aufregung war im Nachhinein eigentlich total unnötig gewesen. Die ganze Atmosphäre der Tagung, war sehr locker und freundschaftlich (so empfand ich es zumindest). Die von uns verlangte Gruppenarbeit hat mir viel Spaß gemacht. Ich arbeitete mit 2 netten Menschen zusammen und wir verstanden uns super. Etwas angespannter wurde die Lage wieder, als es dann in die Einzelgespräche ging. Nach meinem Gespräch, war mir gar nicht mehr so wohl bei der ganzen Sache. Denn den englischsprachigen Teil hatte ich meiner Meinung nach voll verkackt und mir wollte bei einer anderen Frage das blöde Wort „Thanksgiving“ nicht einfallen. Grrrrr…. Na ja, nach einer kurzen Pause gings dann noch zu einen abschließenden Allgemeinwissens- und Englischtest. Dauerte so ca. 90 – 100 Minuten. Von nun an ging das lange Warten los. „Bis Februar müssen Sie sich noch gedulden.“, hieß es. War ja kein Wunder: Von einst 560 Bewerbern haben es rund 340 in die Auswahltagungen geschafft. Daraus mussten erstmal geeignete Kandidaten für das Gespräch mit dem jeweiligen Bundestagsabgeordneten „herausgefiltert“ werden. Das dauert natürlich. Als ich mich auf den Weg nach Düsseldorf machen wollte, um Chrissi  einzusammeln, traf ich auf noch Ann-Kathrin. Mit ihr zusammen hatte die Gruppenarbeit bestritten. Um ihr ein Taxi zu ersparen, bat ich an, sie grad zum Bahnhof zu fahren. Nach einen kleinen Imbiss gings dann nach Düsseldorf und dann heimwärts.

Am 26. Januar 2009 klingelte mein Handy. Nichtsahnend nahm ich ab und es meldete sich der Herr Scheben aus dem Bundestagsbüro von Herrn Siebert, dem Bundestagabgeordneten (MdB), der für meinen Wahlkreis zuständig ist. Ich wurde zu einem persönlichen Gespräch nach Fritzlar ins CDU Büro von Herrn Siebert eingeladen. Und zwar schon in gut einer Woche. Da war die Aufregung erstmal groß. Viel vorbereiten konnte man sich nicht. Woher sollte ich auch wissen, worüber der Herr Siebert mit mir sprechen wollte. Etwas mehr als eine Woche später, am 4. Februar 2009,  saß ich zur Mittagszeit im Auto. Habe festgestellt, dass Autofahren mich ungemein beruhigt. Denn die Nervosität hielt sich auf der Fahrt nach Fritzlar echt in Grenzen. Dort angekommen, wurde ich sehr nett empfangen. Sogar die „Frankenberger Zeitung“ wurde mir angeboten. Herr Siebert befand sich noch im Gespräch mit meiner Mitbewerberin. Erst im Laufe meines Gespräches erfuhr ich, dass meine direkte Konkurrentin die Ann-Kathrin war, mit der ich mich prima verstand. Wir hatten nicht gedacht, dass wir in direkter Konkurrenz standen, da wir in verschiedenen Wahlkreisen wohnen. Es war also eine 50 – 50 Chance ausgewählt zu werden oder nicht. Wir bekämen dann einen Anruf von ihm, für wen er sich entschieden hat.

Genau eine Woche nach meinem Gespräch klingelte wieder mein Handy. Ich saß gerade an der Arbeit und war vertieft in eine Aufgabe. Ich ahnte nichts, bis sich wieder Herr Scheben meldete. Sofort bekam ich nasse Hände und eine zittrige Stimme. Jetzt war es so weit: 1 Jahr USA oder nicht, das war nun die Frage… Herr Scheben sagte mir lediglich, dass ich mit Herrn Siebert verbunden werde. Kurze Zeit später hatte ich ihn am Telefon. Er teilte mir mit, dass er kurz vorher mit Ann-Kathrin gesprochen habe. Da hatte ich das Gefühl im Bauch, dass ich nun gleich eine Absage bekommen würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Er sagte, dass er dieses Stipendium für seinen Wahlkreis schon seit einiger Zeit vergibt und er es selten so schwer gehabt habe wie dieses Mal. Letztendlich hat er von mir den etwas besseren Eindruck im Gespräch bekommen und sich entschieden, mich als Botschafter Deutschlands, für den Wahlkreis und natürlich ganz besonders für meine Heimatstadt Frankenberg für ein Jahr in die USA zu schicken. Außer „Prima“ und „Das freut mich“ brachte ich kaum ein Wort raus. So baff war ich. Da wartet man eine Woche sehnsüchtig auf diesen Anruf und dann kommt er aus dem Nichts.

Das Erste was ich tat, nachdem ich meine Eltern über meine Teilnahme informiert hatte, war, diese Domain hier zu registrieren und dieses Blog ins Leben zu rufen, damit ich meine zukünftigen Abenteuer, welche das PPP-Stipendium betreffen mit allen teilen kann, die es interessiert. Ich wusste in dem Moment gar nicht was ich tun sollte da kam mir das irgendwie am sinnvollsten vor… Nun, 5 Tage später, ist alles soweit fertig eingerichtet und das Abenteuer Amerika kann beginnen. Bevor es übern Teich geht, gibt es noch sehr sehr viele Dinge hier in Deutschland zu erledigen. Visum, Vorbereitungsseminar, TOEFL, Reisepass sind nur einige wenige.

von Dome in Allgemein mit 5 Kommentare
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